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Museum Lothar Fischer Neumarkt

Die jährlich stattfindenden Sonderausstellungen bringen das im Museum präsentierte Werk Fischers in einen spannenden Dialog mit anderen, mitunter auch neueren künstlerischen Positionen. Die Dialogpartner werden dabei keineswegs wahllos aus dem Kunstfundus des 20. Jahrhunderts oder der Gegenwart gegriffen. Zum einen gibt das Werk Fischers einen Qualitätsstandard vor, zum anderen birgt sein Œuvre aber auch die Chance für ein Profil des Museums, das sich deutlich von anderen Ausstellungshäusern abhebt.
Im Sinne des Stifters findet in unserem Haus die reine Bildhauerei, die in vielen Museen im Zuge der Verbreitung der Video- und Fotokunst in den Hintergrund gedrängt wurde, ein Forum. Außerdem gilt es, die bildnerische Kunst auszustellen, für die sich Fischer in seinem 2001 erschienenen Buch »Zur Kunst aus bildnerischer Sicht« einsetzt. In seiner programmatischen Schrift weist er darauf hin, dass in aller europäischer und außereuropäischer Kunst ein gemeinsames Prinzip erkennbar ist: die unabdingbare Vorherrschaft der Form gegenüber dem Inhalt. Das Profil des Hauses wird daher maßgeblich von Fischers künstlerischer Position geprägt. Die drei Wechselausstellungen im Jahr beschäftigen sich in der Regel mit drei unterschiedlichen Künstlergenerationen. Gezeigt werden jeweils eine Ausstellung aus dem Bereich der Klassischen Moderne, eine aus dem Zeitraum der Kunst der 1960er/70er Jahre aus dem Umfeld des Bildhauers und eine jüngere zeitgenössische Position. Diese wird von dem Träger des alle zwei Jahre verliehenen Lothar-Fischer-Preises vertreten.